Uslar – Gerade für Jugendliche ist der Umgang mit Gefühlen nicht leicht – auch schon ohne Trauma. Kommen aber belastende Erfahrungen aus der Vergangenheit noch obendrauf, sind gezielte Angebote zur Aufarbeitung Gold wert.

Die Trauma- und Ressourcenarbeit in der Jugendhilfe ist ein solches Angebot. Mit ihr wird Jugendlichen geholfen, belastende Erfahrungen zu verarbeiten und die eigenen Stärken zu erkennen.

Ein Part des Ganzen ist die Arbeit mit den traumatischen Erlebnissen. Sie zielt direkt auf die emotionale Heilung ab und fördert die Stabilität der Jugendlichen. Doch niemand ist ausschließlich das Produkt seines Traumas. Traumatische Erlebnisse werfen uns alle jedoch mitunter um Längen zurück. Doch um (wieder) über sich selbst hinauszuwachsen, braucht es nur den Fokus auf das, was in uns liegt: Die eigenen Fähigkeiten und positiven Aspekte. Besonders bei den uns anvertrauten Jugendlichen ist der Bereich der so genannten Ressourcenarbeit daher ebenfalls essentiell. So lernen sie ihre eigenen Stärken zu nutzen, Herausforderungen zu meistern und gleichzeitig ihre Resilienz zu stärken. So öffnet sich durch solche kombinierten Ansätze schließlich ein ganzheitlicher Weg, den die Jugendlichen beschreiten können, um die Vergangenheit zu bewältigen und ihre Zukunft bewusst positiv zu gestalten.