Wie kann man kleinen Kindern die aktuelle Situation vermitteln?

Viele Eltern fragen sich, wie sie die aktuelle Situation ihren (kleinen) Kindern erklären können. Wie sollen wir diesen etwas erklären, was für uns manchmal selbst schwer zu glauben oder verstehen ist?

Generell kommt es sehr auf das Alter und den Entwicklungsstand des Kindes an. Davon hängt ab, was wir ihnen über die momentane Situation erzählen können.

Ihr Kind stellt die richtigen Fragen

Besonders wichtig ist es, Fragen der Kinder zu beantworten. Ihr Kind hat selbst ein gutes Gespür dafür, was es bereit ist zu verstehen und was noch nicht wichtig ist.

Verbote sind für Kinder besonders schwer zu verstehen, da sie zu abstrakt sind. Wenn es möglich ist, sollten diese positiv ausformuliert werden und erklärt werden was möglich ist.

Feines Gespür der Kinder und andere Wahrnehmung

Gerade kleine Kinder haben oft noch eine sorglose Naivität. Viele Erwachsene nehmen das Tragen von den Mundschutzmasken als bedrohlich war – für Kinder ist dies jedoch ein wichtiger Aha-Effekt, die gedankliche Verknüpfung damit ist noch nicht „vorbelastet“ wie bei uns Erwachsenen. Kinder achten anders auf diese Dinge, ähnlich einer Reaktion auf unterschiedliche Haarfarben oder das Tragen einer außergewöhnlichen Brille. Generell merken Kinder allerdings, ob wir ängstlich und besorgt der Krankheit und den neuen Umgangsregeln gegenüberstehen.

Für kleinere Kinder kann die aktuelle Situation eine schöne Erfahrung sein, weil sie mehr Zeit mit Mama und Papa verbringen können, oder auch mit dem Geschwisterkind. Viele erleben einen größeren Fokus auf die Familie.

Erklärungsmöglichkeiten – Worauf ist zu achten?

 

Altersgerechte Erklärung: Ein kleines Kind versteht Begriffe wie Corona und Pandemie noch nicht. Versuchen Sie, die Situation in möglichst einfachen Worten zu beschreiben

Keine Verharmlosung: Machen Sie Ihrem Kind bewusst, dass es bestimmte Dinge gibt, die in der jetzigen Situation einfach wichtig sind. Versuchen Sie ruhig und bestimmt zu erläutern, was jetzt wirklich wichtig ist.

Klare Regeln: Gerade Kinder brauchen klare Regeln: Regelmäßiges Händewaschen, kein naher Kontakt zu anderen als den eigenen Mitgliedern des Familienhaushaltes – ziehen Sie diese Regeln durch, auch wenn es manchmal bequemer erscheint, darauf zu verzichten.

Bieten Sie Alternativen an: Videotelefonie mit Freuden, Oma und Opa hilft Kindern, da sie sehen und begreifen, dass der Kontakt weiter bestehen kann, er aber andere Formen annehmen muss.

Nehmen Sie mit Ihren Kindern an Aktionen teil: Gemalte Regenbogen an den Fenstern der Häuser sollen Kinder zeigen, wo es andere Kinder in ähnlichen Situationen gibt. Nehmen Sie an diesen Aktionen Teil, um zu zeigen, dass andere genau die gleichen Regeln befolgen müssen.

Sorgen Sie für Ausgleich: Um Spannungen und Aggressionen vorzubeugen, ist es wichtig, dass Ihr Kind weiterhin seinen Bewegungsdrang ausleben kann.

Als Eltern möchte man sein Kind schützen, und ihm gleichzeitig altersgerecht die Situation erklären. Sie kennen Ihr Kind am besten - Sie sind der Experte, wenn es um ihr eigenes Kind geht. Achten Sie auf Ihr Bauchgefühl und beantworten die Fragen, aber schüren Sie keine Panik oder Ängste.

Wenn Sie über Ihre ganz individuelle Situation sprechen möchten, uns Ihre damit verbundenen Gedanken schildern möchten oder Ihr Familiensystem optimieren wollen, melden Sie sich gerne zu einem vertraulichen, professionellen Beratungsgespräch.

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