Kurzarbeit in einigen Bereichen

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Corona-Pandemie hat in vielen Bereichen ganz erhebliche Auswirkungen auf unsere Leistungen im Albert-Schweitzer-Familienwerk e.V.; vor allem aber auf Ihren Arbeitsalltag.

In manchen Bereichen entstehen Mehrarbeit, Zusatzbelastungen und das Erfordernis nach zeitlicher und örtlicher Flexibilität bei der Arbeit.

In einigen ambulanten-, teilstationären- und handwerklich geprägten Bereichen sind wir jedoch zur Anmeldung von Kurzarbeit gezwungen. Eine Refinanzierung ist nicht möglich und die tariflichen Möglichkeiten sind leider nicht ausreichend. Die Ursache liegt dabei in erheblichen Reduzierungen der Nachfrage oder dem gänzlichen Ausfall unserer Angebote durch die Schließung von Arbeitsfeldern durch die Erlasse der Landesregierung. Insgesamt betrifft das rund zehn Prozent unserer Belegschaft.

Die betroffenen Bereiche

  • Tano – Die Wegbegleiter Südniedersachsen
  • Reha-Gruppen - Die Wegbegleiter Südniedersachsen
  • Ambulante Hilfen - Die Wegbegleiter Südniedersachsen
  • Jugendcamp - Kinderdorf Uslar
  • Schulbegleitung und Ambulante Angebote Hermannsburg/Celle
  • Berufsförderzentrum Uslar - Kinderdorf Uslar
  • Instandhaltung Uslar - Geschäftsstelle

In enger Abstimmung mit dem Gesamtbetriebsrats-Ausschuss bereiten wir eine Betriebsvereinbarung vor, stellen den Bedarf in den betroffenen Betriebsteilen fest und werden alsbald Kurzarbeit bei der Bundesagentur für Arbeit anmelden. Die betroffenen Kolleginnen und Kollegen werden umgehend über Ausmaß und Dauer der Kurzarbeit informiert.

Aufstockung durch das Familienwerk

Der Vorstand, das Kuratorium und die Geschäftsleitung wissen, dass dies für die Betroffenen ein herber Einschnitt in die monatlichen Netto-Einkünfte bedeutet und viele Sorgen und Fragen aufwirft. Die über uns alle gekommene Corona-Krise lässt uns aber keine andere Wahl. Gemeinsam werden wir alles tun, um die Härten dieser Maßnahme auf ein uns mögliches Niveau zu minimieren.

Das soll durch engmaschige Abstimmungen mit dem Gesamtbetriebsrat und den lokalen Betriebsräten zur notwendigen Dauer der Kurzarbeit erfolgen. Wöchentlich wird die Maßnahme überprüft. Das Albert-Schweitzer-Familienwerk wird das Kurzarbeitergeld auf 70 Prozent beziehungsweise  77 Prozent des Netto-Lohnes aufstocken. Die betroffenen Kolleginnen und Kollegen müssen keine Formulare oder Anträge ausfüllen: Sie bekommen das Kurzarbeitergeld über die bekannte Gehaltsabrechnung ausgezahlt.

Für die Bundesregierung ist Kurzarbeit das zentrale Instrument, um Arbeitsplätze über die Zeit nach der Krise hinweg zu sichern. Erstmalig in seiner Geschichte muss das Albert-Schweitzer-Familienwerk e.V. zur langfristigen Sicherung von Arbeitsplätzen und zur Abwendung von nicht wieder gutzumachendem Schaden vom Verein von dieser Maßnahme Gebrauch machen. Wir hoffen inständig, dass es sich dabei um einen überschaubaren Zeitraum handelt.

Wir hoffen auf Verständnis für diese unausweichliche Maßnahme und danken allen Mitarbeitenden für Ihren großen Einsatz und ihre Flexibilität.

Mit freundlichen Grüßen aus Uslar

Martin Kupper, Geschäftsführer